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Fahr zur Hölle Django DVD review

From The Spaghetti Western Database

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Der Franzose beweist echten Galgenhumor: "Hätten sie nicht Lust auf ein kleines Spielchen Monsieur? Dann vergeht die Zeit bis zum Aufhängen schneller!"
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Herr Rossi sucht das Glück.
Heute: mit Colt und Minipli zum Erfolg.


Technische Daten & Cast

Filminfo
Originaltitel: Il Figlio di Django
Entstehungsjahr: 1967
Regie: Osvaldo Civirani
Musik: Piero Umiliani
Laufzeit: 88 Minuten
Bildformat: 16:9 (1,85:1 anamorph)

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Darsteller
Gabriele Tinti (Jeff Tracy)
Guy Madison (Father Fleming)
Ingrid Schoeller (Jane Grayson)
Ignazio Spalla (Thompson)
Daniele Vargas (Clay Ferguson)



Inhalt

Clint Donovan und ein Bärtiger (Bill) werden erschossen, ein gewisser Logan (sein Sohn?) soll sie rächen. Dieser erledigt dann auch den Mörder. Im nächsten Dorf angelangt wird er wegen seines Nobodymäßigen Glitzersattels von diversen Herrschaften heimgesucht, die er dann folgerichtig richtet. Sheriff Bartha gefällt das weniger, weshalb er ihn erstmal einlocht, denn keiner stellt sich als Entlastungszeuge zur Verfügung. Aber halb so wild, im Kittchen lernt er den Franzosen kennen und der hat gute Connections zum kompetenten Ausbruchshelfer Logan. Getrennt reiten sie nach Topeka City, wo ein kleiner Rancherkrieg am laufen ist. Der Franzman und Logan arbeiten dabei für Thompson, dessen Gegenspieler Ferguson einst sein Partner war. Unser namenloser Held will sich so recht nicht für eine Seite schlagen, dennoch schmecken ihm Fergusons Methoden nicht. Auf Thompsons Ranch entpuppt er sich als Djangos Sohn (in einer Rückblende wird er vom Papa Tracy genannt), der seinen Vati rächen will. Seine einzige Erinnerung an die Mordnacht ist ein Name, der vom Mörder genannt wurde: Thompson. Zurück im Hotel erwartet der neue Pfaffe auf Tracy und stellt sich als alten Spezi von Papa Django vor. Er hatte Tracy einst gerettet, doch dieser zeigt sich wenig dankbar und setzt Madison vor die Tür. Mittlerweile Lässt Thompson Graysons Farm abfackeln, was dem gar nicht schmeckt und sich im Saloon von Thompson in Notwehr erschießen lässt. Seine trauernde Witwe will Rache nehmen, zieht aber gegen Thompson den Kürzeren. Nun wird noch Django in eine Falle gelockt und obligatorisch durch den Wolf gedreht, bevor es schließlich Zeit wird, endgültig abzurechnen…


Der Film

Wie vielleicht auch an der Beschreibung des Inhalts deutlich wird, ist der Film zu beginn etwas verwirrend gestaltet – wer jetzt wen weshalt umnietet und was das dann alles soll, bleibt zunächst zwielichtig. Ansonsten recht flotte Kost, die einem hier geboten wird. Djangos Sohn macht seinem Papi keine Schande uns liefert solides Gunplay ab. Tinti ist ein prima Rächer, so dass es schade ist, ihn nicht öfter in diesem Genre zu sehen. Madison gibt denselben Pfaffen wie drei Jahre später in „Reverend Colt“, nur dass er hier nicht so zimperlich mit der Waffe ist und im großen Finale auch ein paar von Thompsons Leuten umlegen darf. Nun, wenn schon Zölibat, dann wird doch wenigstens das Bleirohr durchgepustet. Mit am erstaunlichsten ist hier Spalla, der erst beim dritten Hinsehen zu erkennen ist, so ganz ohne ikonographische Mexenattribute und v.a. ohne Bart! Er ist aber immer noch so gemütlich, dass man gleich weiß: Der hat Django bestimmt nicht auf dem Gewissen. Rossi überzeugt hauptsächlich durch eine unsägliche Lockenpracht, denn sonst ist er bis auf sein theatralisches Ableben unauffällig. Umis Mucke bewegt auf gutem Easy Listening Standard, mal beschwingt beim reiten, mal dramatisch, beim Sterben. Uns Fidani durfte die Kulissen beisteuern, wobei es wenig falsch machen konnte, schließlich spielt det janze in den üblichen 08/15-Städten (Elios).


Die DVD

Wir haben hier einen laut Klappentext seltenen Western, der dafür auch in einer erlesen schlechten Qualität daherkommt. Das gilt sowohl für das Bild, als auch den Ton, wobei letzterer teilweise eine echte Zumutung ist, da Dialoge mitunter kaum verständlich sind. Wer jetzt glaubt, er wird jedoch mit ausufernden Extras entschädigt, der irrt gewaltig, denn da steht nada auf der Haben-Seite. Immerhin sind drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch) zu hören.

Wer diese DVD nicht irgendwo billigst geschossen oder gleich ganz geschenkt bekommt, sollte die Finger davon lassen.


Film Review by Dillinger, 13:55 26. August 2010

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