Karate Jack DVD Review

From The Spaghetti Western Database

Rezension der deutschen DVD Veröffentlichung des Films Karate Jack von CCI.

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Der Film

Der Chinese Chin Hau (Lee) kommt in San Francisco an und macht sich auf den Weg nach Texas, um Arbeit zu finden. Von Anfang an hat er mit Drangsalierungen und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. Dank seiner Klugheit und den Kung Fu Künsten kann ihm jedoch niemand etwas anhaben. So liefert er sich so manche Prügelei und geht jedesmal als Sieger hervor. Das kriegen auch die Schergen von Spencer (Pierro Lulli) mit, die dem Asiaten kurzerhand einen Job anbieten, denn sie können einen schlagkräftigen Kamerad gut brauchen. Doch es stellt sich heraus dass es sich hier nicht um Viehtreiberei sondern Menschen handelt, die die Halunken von Mexikanischen Banditen kaufen und über die Grenze treiben. Chin ist entsetzt und kann die Halunken erledigen, als diese bei einem drohenden Soldatenangriff wahllos alle Sklaven erschießen. Einem davon rettet er das Leben. Von nun an sind Spencers Männer hinter ihm her, der eine Reihe von Killern anheuert um den gefährlichen Chinesen mit den tollen Fähigkeiten zur Strecke zu bringen. Die Tochter des geretteten, Cristina, steht Chin bei, und verliebt sich in ihn. Spencer schickt unter anderem den Falschspieler Tricky, den Sargschaufler Sam (Mitchell), einen Kannibalen und den Scalp Jack (Kinski) hinter dem Chinesen her, der vergeblich noch versuchte, den Sheriff um Hilfe zu bitten, doch der steckt mit Spencer unter einer Decke. Nun steht Chin alleine da und muss sich den mordenden Psychopathen stellen....

Kritik: Es verbirgt sich kein so schlechter Film hinter dem grausamen Titel "Karate Jack". Genreveteran Mario Caiano wagt sich an die Kung Fu im Westen Idee heran mit einer gottseidank nur minimalen Prise Klamauk, dafür mit den klassischen Almeria Landschaften, einem so wie ich finde klassischen Score von Bruno Nicolai, und einer Reihe altbekannter Darsteller, sowie einer überraschend derben Menge blutiger Gewalt. Dabei ist der Film auch noch einigermaßen gesellschaftskritisch. Es dauert etwas bis der Film zum Punkt kommt und gerade spannend würde ich ihn auch nicht nennen. Am Ende Kinski und Co noch als Psychopathen antanzen zu lassen ist auch nicht unbedingt ein Geniestreich. Insgesamt bleibt ein passabler Kung Fu Italowestern mit richtigen Splattereffekten.

Die DVD

Ich vermute, es handelt sich hier um eine abgespeckte Version der Veröffentlichung von Xrated (siehe unser DVD Überblick). Man hat auf der DVD nur den Deutschen Ton gelassen (es gibt einige Szenen in Englisch, diese sind Untertitelt). Das Bild liegt zumindest im Originalformat und gutem Breitbild vor. Leider ist es sehr matt, unscharf, leicht gelbstichig und verblasst, eine bessere Restauration wäre hier sehr wünschenswert gewesen, um dem Bild zumindest etwas mehr Schärfe und Farbe einzuhauchen. Zumindest ist es relativ schadenfrei und man kann den Film einigermaßen genießen. Der Ton ist etwas kratzig aber insgesamt akzeptabel, im Prinzip ähnlich wie beim Bild: ohne herausstehende Störungen aber nicht restauriert. An Extras liegt nur ein Trailer vor und ein paar Bilder. Das DVD Menü ist eine Frechheit. Soweit ich das Beurteilen kann ist der Film ungekürzt, wobei an manchen Stellen ich mir Vorstellen kann dass ein paar Frames fehlen. Warum die DVD ab 16 freigegeben ist, ist mir ein Rätsel, der Film ist schließlich sehr explizit in den Gewaltdarstellungen.

Urteil

Karate Jack ist ein ganz akzeptabler Italowestern der klassischen Machart, mit der vertrauten herzzerreißenden Musik und ein paar alten Bekannten. Caiano wertet das ganze auf mit jeder Menge schlecht gefilmtem Kung Fu und brutalen Splatter Effekten. Aber es gibt schlechtere Kung Fu Italowestern. Die DVD ist akzeptabel, weist Schwächen vor allem beim Bild auf aber präsentiert den Film in ansehrbarer Qualität. Zugreifen nur für Genrefans und Komplettisten, würde ich sagen (und eventuell die XRated Version, die bietet etwas mehr, kostet aber auch mehr).

--Sebastian 11:08, 23 March 2009 (UTC)

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