Sie nannten Ihn Gringo DVD Rezension

From The Spaghetti Western Database

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Rezension der filmjuwelen DVD Veröffentlichung von Sie nannten ihn Gringo.


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Der Film

In den schwarzen Bergen von Dakota treibt eine Gaunerbande ihr Unwesen. Sie stiehlt Pferdeherden und überfällt die Erztransporte. Dahinter steckt ein schuftiger Verwalter, der auch auf späte Rache sinnt. Bis eines Tages ein junger Mann (Götz George) in der kleinen Stadt im Westen erscheint und es im Alleingang mit der ganzen Bande aufnimmt...

Götz George ist der Star dieser deutsch-spanischen Westernproduktion unter der Regie des US-Amerikaners Roy Rowland. Neben ihm agiert eine internationale Besetzung mit dem Spanier Daniel Martin, dem Österreicher Sieghardt Rupp, der Kanadierin Alexandra Stewart und Georges Landsmann Helmut Schmid. Die gewaltige Naturkulisse der "Schwarzen Berge" von Dakota bildet den Hintergrund für ein dramatisches Geschehen, das sämtliche Vorzüge eines echten "edel-Westerns" in sich vereinigt: explosive Hochspannung, männlichen Heldenmut, harte Kämpfe für Recht und Gesetz und die romantische Leidenschaft der großen Liebe... (filmjuwelen)

Kurzkritik:
"Sie nannten ihn Gringo" ist ein billig produzierter aber trotzdem recht unterhaltsamer kleiner Eurowestern mit klasse Besetzung. Die Geschichte ist allerdings nicht besonders originell und spult das im Eurowestern oft gebrauchte Schema des von Banditen terrorisierten Städtchens ab, wobei auch ein fieser Oberschurke, der sich im Hintergrund hält und von dort aus die Operationen leitet, nicht fehlen darf. Wie bei solchen Filmen üblich, kann man natürlich von Anfang an nicht nur ahnen wer dieser Bösewicht am Ende sein wird. Der Plot ist also ziemlich simpel gehalten und sehr leicht zu durchschauen. Natürlich orientiert sich der Film noch sehr stark an den amerikanischen Vorbildern oder den Winnetoufilmen, kann so gut wie keine Spaghetti-Elemente vorweisen, ist aber solide inszeniert und glänzt, wie schon erwähnt, mit einer hervorragenden Besetzung. Ich persönlich bewerte diesen Eurowestern als ein relativ naives Cowboyfilmchen, das man sich allerdings ohne Bedenken anschauen kann. Explosive Hochspannung kann man nun nicht erwarten aber unterhaltsam ist der Film auf jeden Fall.

Die DVD

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Leider ist das Bild nicht von überragender Qualität. Die Farben sind teilweise recht blass, kommen teilweise allerdings wieder gut rüber. Eine durchwachsene Angelegenheit also. Genauso verhält es sich mit der Schärfe. Zu Beginn ist das Bild leicht unscharf und die Farbgebung wirkt verwaschen, wenig später legt sich die Unschärfe und bietet ordentliche Qualität, nur um sich immer mal wieder einzustellen. Ansonsten ist das Bild frei von Schäden und Verschmutzungen. Der Ton bietet eine deutsche sowie eine englische Spur (beide in DD 2.0) und lässt sich gut hören. Selbstverständlich sind Bild und Ton nicht perfekt, jedoch muss dabei das Alter des Films beachtet werden. Auch weiss man nicht wie gut das Ausgangsmaterial erhalten war. Als Extras sind der original Kinotrailer sowie ein von Reiner Boller verfasstes, umfangreiches, ansprechend gestaltetes und sehr informatives Booklet enthalten.

Urteil

Filmjuwelen gelingt mit "Sie nannten ihn Gringo" eine schöne Veröffentlichung eines beinahe vergessenen, frühen Eurowesterns mit einem noch sehr jungen Götz George und einer sehr attraktiven Alexandra Stewart. Der Streifen stellt meiner Meinung nach nun kein Filmjuwel dar, ist aber gut inszeniert und bietet solide Unterhaltung. Götz George Fans sollten zuschlagen und auch für Western-Liebhaber könnte der Film einen Blick wert sein.

--Bluntwolf, 2nd Oktober 2014 (CEST)


Diese DVD wurde uns freundlicherweise von filmjuwelen zur Verfügung gestellt.


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