Zwei Wilde Companeros DVD review

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Der Film

Ein oertlicher Sheriff (Horst Janson) verdient sich eine goldene Nase dabei, indem er gegen Geld Gefangene frei laesst, und sie dann wieder einfaengt um das Kopfgeld erneut einzusacken. Eine Zeitungsreporterin (Lynn Redgrave) zahlt tausend Dollar, um den bekannten mexikanischen Revoluzzer El Salvador auf freie Fuesse zu bringen. Wie er aussieht weiss Sie nicht, Sie will nur eine coole Story haben. So kommt es, dass der Sheriff einfach einen anderen Halunken (Eli Wallach) freilaesst, wohlwissend, dass die feine Dame eh keine Ahnung hat. Die Rechnung hat der Sheriff ohne den Russen (Franco Nero) gemacht, der auf der Suche nach einem Goldschatz ist, und den Halunken sowieso befreien wollte, von dem er weiss, dass er einen weiteren Teil einer zerteilten Schatzkarte kennt. Der Russe jedoch, und jetzt wirds kompliziert, ist ein Verwandter des Sheriffs, und ein ausgekluegeltes Schlitzohr, hilft dem Halunken in die Freiheit und schliesst sich der Dame an, aber der Sheriff erwischt die drei nicht. Und nun beginnt eine Katz und Maus jagt. Der Russe und der Halunke hinter den teilen der Schatzkarte her (ironischerweise auf Mexikanerhintern tatoowiert), die Dame hinter einer Story nach der der vermutete El Salvador die Revolution anheizt, die mexikanische Armee sowieso hinter diesem her, und der Sheriff und seine Korrupten Schergen ebenfalls, aber zugleich hinter dem Russen, mit dem der Sheriff eine persoenliche Rechnung offen hat. Am Ende werden die Motivationen der einzelnen Personen noch etwas klarer, und a Ende kommt alles anders wie man es sich erhofft hat.

Zwei Wilde Companeros ist auf ersten Blick ein billiges "cash-in" auf die bekannteren Revolutionswestern wie El Mercenario oder Companeros, in denen auch Franco Nero jeweils einen etwas schrulligeren, simpleren, Partner an der Seite hat. Doch dieser hier ist etwas leichtherziger, ziemlich unpolitisch, und sogar ein bischen frivol! Nero mimt den feinen Pseudo-Protestanten, Wallach, genial wie immer, den Bauernbengel. Die huebsche Redgrave muss als Zeitungsklatschtante mit dem Hingucker-Arsch hinhalten, verleiht dem ganzen aber einen netten komoedischen Touch. Die Story scheint anfangs sehr banal, funktioniert am Ende jedoch wunderbar. Tessari, bekannt durch Filme mit etwas einfacheren Charakterkonstellationen, schafft es nicht ganz, dem Film einen spannenderen Bogen zu verleihen, so verliert sich der Film zum Teil in etwas absurderen, splapstickartigen Passagen, die sich mit roher Gewalt und frivolen Bemerkungen abwechseln. Dass der Film nicht ganz billig gewesen sein mag, sieht man Ihm an, jedoch haette er eine bessere Musikalische untermalung vertragen koennen, diese ist naemlich unterdurchschnittlich. Insgesamt ist der Film ein sehenswerter, leichtherziger und unterhaltsamer, aber etwas mangelhafter Vertreter des Genres. Sehenswert ja, ob kaufenswert, dazu mehr unten.

Die DVD

Schade dass dieser doch recht ordentliche Film auf so einer unterdurchschnittlichen DVD rauskommen musste. Das Underground Label X-Cess hatte den Film in besserer Fassung schon im Handel, doch die Lizenz wurde nicht uebertragen, und so ist das hier die einzig legale Fassung in Deutschland. Zum einen ist der Film, im Vergleich, um ca 10 Minuten kuerzer, soweit ich weiss, meist Handlungsschnitte. Dazu kommt die absolute sorglosigkeit mit der diese Wuehltisch DVD erstellt wurde, ausser dem "Film abspielen" Button bietet die Scheibe nicht einma einmal ein Menue, ganz zu schweigen von anderen Sprachspuren oder Untertiteln. Ein VHS zu DVD Transfer ist das, womit man es hier zu tun hat.

Das Bild liegt in nicht-anamorphen Breitbild vor. Wenigstens kein Vollbild. Jedoch trueben Unschaerfe, Bildrauschen, Verblassungen, Verfaerbungen, Bildschaeden, Rauschmuster und ander Spirenzchen den Sehgenuss. Zwar insgesamt akzeptabel, aber eben noch weit unter dem Niveau einer Kauf-VHS Kassette. Der Ton ist in Ordnung, erfahrungsgemaess sind hier Schaeden schwerer rauszuhoeren als man diese beim Bild sehen kann. Etwas dumpf an manchen Stellen, teils zufaellig sehr hallend an anderen, insgesamt etweas wenig Pegelfest und dumpf, aber akzeptabel. Extras gibt es keine.

Details:

  • Publisher (AVU/VPS) (Juni 2007)
  • 2.20:1 Widescreen (Letterbox), PAL
  • 105 minuten (um ca 10 Minuten meist an Handlung gekuerzt)
  • Nur deutsche Tonspur (DD 2.0), keine Untertitel.

Urteil

Jetzt wird es schwierig. Wenn man des Italienischen Maechtig ist, sollte man wohl lieber importieren. Ansonsten empfiehlt es sich, auf Boersen nach dem X-Cess "Bootleg" ausschau zu halten. Der Film ist, wie oben erwaehnt, eigentlich recht gut. Die DVD ist jedoch keine 5 Euro wert. Eine Kaufempfehlung kann ich hier also nur preisbedingt machen. Der Film sollte aber am Ende in keiner Sammlung fehlen. Einfach mal zu den anderen Wuehltisch Italo-DVDs hinzustellen und bei erster Gelegenheit erstetzen.

Danke fuers Lesen, Rechtschreibfehler werden noch korrigiert.

--Sebastian 13:59, 30 December 2007 (CET)

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